Schmid: 'Sicherheit hat oberste Priorität' Infrastruktur / Rückbau der Geh- und Fahrbrücke Neumarkter Straße
Der Rückbau der Geh- und Fahrbrücke an der Neumarkter Straße über den Mittleren Ring wurde am 30. und 31. Mai 2026 durch das Staatliche Bauamt München 1 abgeschlossen, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten und unnötige Unterhaltskosten für ein nicht mehr betriebsnotwendiges Bauwerk zu vermeiden. Konkret führte das Staatliche Bauamt München 1 den fachgerechten Abbruch an der Brücke durch (Ausführungszeitraum: 30.–31. Mai 2026) am Standort Neumarkter Straße/Mittlerer Ring durch. Die Brücke war Ende der 1950er Jahre im Zuge des Ausbaus des Mittleren Rings errichtet worden, um eine betriebliche Verbindung für die Bundesmonopolverwaltung für Branntwein sicherzustellen; historische Vorläufer auf dem Grundstück reichen bis circa 1870 (Cognacfabrik) und die Nutzung durch die Reichsmonopolverwaltung in den 1920er Jahren. Nach dem Ende des Bundesmonopols 2013 und der Einstellung des Betriebs verloren Areal und Brücke ihre ursprüngliche Funktion; die auf dem Gelände tätige Agralko AG stellte 2016 nach Insolvenz den Betrieb ein. Geplante Ersatzneubauten wurden zurückgestellt, der Zustand des Bauwerks wurde zunehmend kritisch und ein Erhalt wirtschaftlich nicht vertretbar.

Der Rückbau erfolgte koordiniert und fachgerecht; alle beteiligten Behörden und ausführenden Firmen haben zur reibungslosen Durchführung beigetragen. Eberhard Schmid, Behördenleiter des Staatlichen Bauamts München 1, dazu: "Mit dem Rückbau schützen wir die Verkehrssicherheit und vermeiden langfristig unverhältnismäßige Erhaltungskosten." Die Maßnahme schafft Klarheit für die künftige Entwicklung des Areals; mögliche Optionen, einschließlich eines Erwerbs oder einer Neubebauung durch die Landeshauptstadt München, werden derzeit geprüft.
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